‚Ich will veganes Essen in der Schule!’
Ein neuer Brief
Meine Tochter hat heute zu mir gesagt: ‚Ich will endlich wieder veganes Essen in der Schule!’
Dann hat sie - als Reaktion auf unseren ablehnenden Bescheid - einen Brief geschrieben ans Schulamt:

Sie wird nun schon seit über einem Jahr willkürlich vom gemeinsamen Mittagessen ausgegrenzt, weil sie für sich eine Gewissensentscheidung getroffen hat, die niemandem schadet, aber irgend jemandem nicht passt. Den Caterern, die Berliner Schulen beliefern, wird seit der Reform der Schulverpflegung die Lieferung veganen Essens explizit vom Senat untersagt. Vegane Kinder sollen dadurch umerzogen werden, durch den Gruppendruck und die Ausgrenzung weichgekocht werden, sie sollen entgegen ihrer Gewissensentscheidung die ‚richtigen’ Nahrungsmittel essen. (‚Richtig’ definiert hier allein die DGE.)
Der Plan geht nicht auf
Meine Tochter hat damals schon einmal einen Brief geschrieben mit der Bitte um veganes Essen. Dieses mal ist es keine Bitte mehr, sondern eine Forderung!
Sie hat sich nach über einem Jahr Ausgrenzung und beim Mittagessen zuschauen noch nicht kleinkriegen lassen. Und irgend etwas sagt mir, dass das mit fortschreitender Entwicklung immer unwahrscheinlicher wird.
Wäre es da nicht an der Zeit, dieses kindische Machtspiel / diesen illegalen Eingriff in die Gewissensfreiheit / diese gezielte Gefährdung des Kindeswohls, etc… zu beenden?! Gründe gibt es genug…
Ich denke, dass Kinder ein natürliches Gerechtigkeitsempfingen haben und wissen, dass Tiere töten Unrecht ist. Schlimm, dass man in den Schulen versucht, sie dazu zu zwingen, ihr Wissen zu verdrängen. Leider werden die meisten Kinder aus nichtveganen Familien nicht aufgeklärt, woher Fleisch eigentlich kommt, und wie Tiere für Milch und Eier leiden müssen. Trotzdem kenne ich inzwischen einige Kinder, die entschieden haben vegetarisch zu leben, obwohl ihre Eltern Fleisch essen (vegan ist für Kinder allein wahrscheinlich zu schwierig, weil sie dann keinen Zugang zu entsprechenden Lebensmitteln haben).